ex/ex theater

ex/ex ist eine spielerische Variante von exLex , was soviel heisst wie vogelfrei oder gesetzlos. ex/ex wurde 1999 von Heini Weber und Remy Mentha als Label für interdisziplinäres künstlerisches Arbeiten lanciert. Zu Beginn arbeitete ex/ex in Bereichen Performance, Pyroshow und mechanischen Objekt-Installationen. Diese Vielfältigkeit verdichtete sich immer mehr zu "ungewöhnlichen" Theaterproduktionen. Seit mehr als 10 Jahre ist ex/ex eine professionell arbeitenden Theater-Compagnie der freien Szene der Region Basel. ex/ex präsentiert gesellschaftspolitische Themen, spielt an speziellen Orten, nahe beim Publikum und macht damit Theater zum anfassen.

 

Bisherige Projekte:

Performance-Theater

1999 Alltraum, ein multimediales Science-Fiction-Spektakel als Auftragsarbeit für die Milleniumsnacht

2001 Manipulogen, eine Theaterproduktion zum Thema Gentechnologie, mit Lifemusik, Gesang und Tanz in den Maschinen-Hallen des Gundeldingerfeld in Basel

2002/2003 327 Sekunden, eine multimediale akrobatische Weltuntergangsinszenierung, bei der die Wand der Voltahalle als senkrechte Bühne bespielt wurde. Mit Gastspielen in Bern und Baden.

Die Theaterarbeiten wurden von den Mitwirkenden prozesshaft entwickelt. Die Projekte waren geprägt durch die unterschiedliche künstlerische Herkunft ihrer Mitglieder. Ausgangspunkt für Inspiration und den formalen Zusammenhalt der Inszenierungen bildeten ortspezifische Gegebenheiten.

ex/ex trat auch mit Performances auf, welche als eine Art Patchwork aus Bestandteilen der Produktionen entwickelt wurden. Es handelte sich dabei um eine ungewohnte Begehung von spezifischen Räumen. Musik und Bildprojektionen lassen für den Zuschauer assoziative Bildwelten entstehen, welche die normalen Sichtweisen durchbrechen und physikalische Gesetzmässigkeiten auf den Kopf stellen. 

Strassenstücke

2003-2005 Niemand war schon immer da ein historischer, musikalischer Spaziergang in der Basler Altstadt zum Thema Einwanderung

2005/2006 Wo die Liebe hinfällt ein Stück über berühmte und weniger berühmte Liebesbeziehungen, die die Geschichte der Stadt Basel prägten

Als Ein-Mann- bzw. Ein-Frau-Stücke konzipiert, sind die Strassenstücke flexibler und finanziell. Sie spielen so lange eine Nachfrage besteht. So konnte etwa die Spielzeit des ersten Rundganges zweimal verlängert werden und erreichte mit 205 Vorstellungen mehr als 3'000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die historischen Strassenstücke wurden als Co-Produktionen mit dem Historiker Gregor Dill, resp. der Historikerin Barbara Rettenmund produziert.

Bühnenstücke im Theater Roxy

2005 Anderswohin eine labyrintische Reise aus Fragmenten Klassischer Stücke.

2007 Ich hätte das Land gern flach nach dem gleichnamigen Roman von Cristoph Keller. Eine Spurensuche in die Abgründe einer beklemmenden Bürgerlichkeit in der es keine Wahrheit gibt, nur verschiednen Arten des Sehens.

 

Theaterrundgang – Theaterreisen – Theater an speziellen Orten

2007/2008 Wäre da nicht Ida Kramer ein Theaterrundgang auf dem Gelände des ehemaligen Aluminiumwalzwerks in Münchenstein. Das Stück zeigt die Arbeitergeschichte von Beginn der Industrialisierung bis ins 21. Jahrhundert.

2009/2011 Die Ballade von der Typhoid Mary eine Theaterrundschau im Saal des Restaurant Mägd und in der E-Halle in Basel. Die Geschichte einer Auswanderin und leidenschaftlichen Köchin, die zum Todesengel wird. Nach dem Roman von Jürg Federspiel.

2010 Rodersdorf einfach eine Theaterreise im Tango-Tram und in den Gassen von Rodersdorf. Die Geschichte handelt vom100jährigen Jubiläum des Bahnhof Rodersdorf und führt durch das ganze Jahrhundert und endet in einer sehr realistischen Fiktion. Eine Koproduktion mit der Gemeinde Rodersdorf und der BLT (Baselland Transport AG)

Seit 2007 besteht die künstlerische Leitung der Gruppe ex/ex aus Sasha Mazzotti, Barbara Rettenmund und Heini Weber. Für die Projekte stossen je nach Bedarf weitere Mitglieder der Gruppe dazu. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Projekte will die Gruppe ex/ex in Zukunft das tun, was sie am besten kann: Intelligentes und unterhaltsames Theater für ein breites Publikum machen. Brennende Themen aufgreifen und diese an speziellen Orten so inszenieren, dass die Orte Teil der Inszenierung werden. Mit dem Stück Wäre da nicht Ida Kramer ist ex/ex eine ideale Synthese der vorhergegangenen Projekte gelungen. Aber auch die durchwegs erfolgreichen Produktionen Wo die Liebe hinfällt (2004/05), 327 Sekunden (2002/03), Niemand war schon immer da (2003-05) und Manipulogen (2001) und die Freude welche diese Spielform den Beteiligten und dem Publikum gemacht hat, führten im Januar 2008 zum Entschluss, sich nur noch auf diese Form zu konzentrieren und sie weiterzuentwickeln.

 

Orte bespielen

In der Stadt Basel und in der näheren Umgebung gibt es zahlreiche Orte, die man vielleicht kennt, jedoch noch nie richtig wahrnimmt, Orte die sich im Wandel befinden, sehenswerte Orte und vielleicht sogar Unorte, die sich bestens als Theaterkulisse eignen. Das Publikum erhält die Gelegenheit, bekannte oder unbekannte Orte näher kennen zu lernen. Das Bühnenbild ist bereits vorhanden, ein Sofa macht aus der Fabrikhalle ein Wohnzimmer, ein Tisch und zehn Betonklötze deuten die Wohnung einer Arbeiterin an. Hebebühnen und Kranen ermöglichen Perspektivenwechsel, explodierende Bohrstationen sorgen für Spektakel. Es kommt zu Begegnungen mit den Menschen, die dort wo gespielt wird arbeiten oder leben. Die Umgebung verändert sich von einer Vorstellung zur nächsten was wiederum Raum für Improvisation gibt. So entsteht Theater, das zum Greifen nahe ist. Der Graben zwischen Publikum und Spiel wird überwunden, Schwellen werden abgebaut, dies trägt dazu bei, das auch Leute zu den Vorstellungen kommen die sonst nie ins Theater gehen.

 

Themen aufgreifen

ex/ex greift aktuelle gesellschaftspolitische Themen auf und stellt diese aus unterschiedlichen Perspektiven zur Diskussion. Auch wenn es dabei um gesellschaftspolitische Themen geht, werden diese auf unterhaltsame Weise präsentiert. Eine Mischung aus Humor, Spektakel, Spannung und Kitsch garantiert geistreiche Unterhaltung in gut verdaubaren Dosen, die ein vielschichtiges Publikum anzieht. ex/ex erzählt Geschichten, stellt Fragen die zum Denken anregen. Ohne moralistisch oder belehrend zu werden wird auf spannende Weise Wissen vermittelt, was die Stücke auch immer für Schulklassen interessant macht. Durch den Verzicht auf eine eigentliche Bühne ist das Geschehen viel näher beim Publikum, welches, ohne viel dazu zu tun, in ganz verschiedene Rollen schlüpft.

 

Basel, Januar 2012

 

 

 

 

 




ex/ex theater
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